Inframundo
🇩🇪 Deutsch - Über meine Arbeit
Ich habe mich nicht nur in eine Mexikanerin verliebt, sondern auch in Mexiko, seine Kultur und Traditionen.
Diese Fotografien sind dem Día de Muertos gewidmet, einem Fest des Erinnerns, bei dem die Verstorbenen durch Tradition, Rituale und gemeinsame Erinnerungen weiterleben.
Leider werdet ihr mich heute nicht persönlich treffen. Passenderweise bin ich gerade in Mexiko und feiere dort den Día de Muertos.
🇲🇽 Español - Sobre mi trabajo
No solo me enamoré de una mexicana, sino también de México, su cultura y sus tradiciones.
Estas fotografías están dedicadas al Día de Muertos, una celebración de la memoria en la que nuestros seres queridos siguen presentes a través de las tradiciones, los rituales y los recuerdos.
Lamentablemente, hoy no podrán encontrarme aquí. Justo en estos días estoy en México celebrando el Día de Muertos.
🇬🇧 English - About my Work
I not only fell in love with a Mexican woman, but also with Mexico, its culture and traditions.
These photographs are dedicated to Día de Muertos, a celebration of remembrance in which the departed live on through tradition, rituals and shared memories.
Unfortunately, you won't meet me in person today. Quite fittingly, I'm in Mexico celebrating Día de Muertos.
Inmortal - La oración de Xochitl
Die Legende der Cempasúchil (Ringelblume)
In Mexiko ist eine der wichtigsten Feierlichkeiten der Día de los Muertos (Tag der Toten), bei der die Cempasúchil‑Blume eine zentrale Rolle spielt. Der Legende nach gab es einst zwei Kinder, die sich von Geburt an kannten: das Mädchen hieß Xóchitl, der Junge Huitzilin.
Sie teilten ihre Kindheit, wuchsen zusammen auf und schließlich wurde aus ihrer Freundschaft eine zarte, junge Liebe. Ihre Zuneigung war so groß, dass sie eines Tages beschlossen, auf einen Hügel zu steigen, um Tonatiuh, den Sonnengott, um seinen Segen zu bitten, damit sie weiterhin lieben dürften. Der Sonnengott, der ihre Liebe sah, segnete sie und billigte ihre Verbindung. Doch das Schicksal schlug unerwartet zu: Huitzilin wurde in den Krieg gerufen, um sein Volk zu verteidigen, und nach einiger Zeit erfuhr Xóchitl, dass ihr Geliebter auf dem Schlachtfeld gefallen war.
Ihr Kummer war so groß, dass sie Tonatiuh mit aller Kraft anflehte, sie in die Ewigkeit zu ihm zu lassen. Tonatiuh, der ihr Leid sah, verwandelte sie in eine wunderschöne Blume: Er sandte einen goldenen Strahl auf sie, und tatsächlich wuchs aus der Erde ein zarter, schöner Knospe, die jedoch lange Zeit verschlossen blieb.
Eines Tages aber wurde ein Kolibri, vom unverkennbaren Duft dieser Blume angezogen, auf ihren Blättern nieder. Sofort öffnete sich die Blume und zeigte ihr strahlendes Gelb, so leuchtend wie die Sonne selbst — es war die Cempasúchil, die Blume mit zwanzig Blütenblättern, die ihren Geliebten Huitzilin erkannte, der die Gestalt eines Kolibris angenommen hatte, um sie zu besuchen. So besagt die Legende, dass solange es die Cempasúchil gibt und Kolibris auf den Feldern fliegen, die Liebe von Huitzilin und Xóchitl ewig währen wird.